Abo Allerhand!

Eine Stunde Ruhe

Komödie von Florian Zeller

In dieser hinreißenden, durch geschliffene Pointen bestechenden Komödie hat der Jazz-Liebhaber Michel, der seit seiner Jugendzeit für das Album „Me, Myself And I“ seines Jazz-Idols Niel Youart schwärmt, diese LP nun nach Jahren vergeblichen Suchens zufällig auf einem Flohmarkt gefunden. Überglücklich eilt er nach Hause, um sie sofort zu hören.

 

Er verlangt nicht viel: bloß »eine Stunde Ruhe« – doch die ganze Welt scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Niemand gönnt ihm auch nur eine Minute: weder seine Frau noch ihre beste Freundin (gleichzeitig seine Geliebte). Und auch sein Sohn, sein Nachbar und ein sich als Pole ausgebender portugiesischer Klempner hindern ihn am Hörgenuss.

     
   


Spritzige, turbulente Komödie mit geschliffenen Dialogen Das Publikum muss wohl eine gute Ahnung gehabt haben, denn das Theater war proppenvoll. Und diese Komödie von Florian Zeller erfüllte die Erwartungen in jeder Szene, jedem Dialog. (…) Die Darsteller jonglierten mit Sprach-Nuancen, und sowohl spitzfindige, geistvolle wie auch zynische Dialoge folgten in rasantem Tempo ohne Leerlauf. Das Publikum hatte seine helle Freude an dieser ‚Beziehungskomödie‘ (…).

Verantwortlich dafür waren die Darsteller, die allesamt in ihren Rollen brillierten. In den weiblichen Hauptrollen waren Nicola Tiggeler als Nathalie und Saskia Valencia als Elsa einfach großartig. Der Star des Abends aber war zweifellos Timothy Peach, der als Michel nicht nur eine Glanzrolle hatte, sondern in seiner Beweglichkeit, seiner mimischen und darstellerischen Gestaltung die ganze Komödie prägte. Froboess als Nachbar Pavel machte die Schlitzohrigkeit des promovierten Psychologen glaubwürdig, Johannes Lukas verkörperte den flippigen Sohn Sebastian absolut überzeugend und Raphael Grosch regte als chaotischer Handwerker Leo die Lachmuskeln an. Die Regie von Pascal Breuer sorgte für pausenlose Spannung, die das Bühnenbild von Bettina Neuhaus bestens unterstützte. (…) Spitze!

AMBERG Helmut Fischer,
Amberger Zeitung, 7.1.2019.

 

     

Dann folgt natürlich Katastrophe auf Katastrophe – eine schlimmer als die andere. Eheliche, uneheliche, freundschaftliche, väterliche und nachbarliche Beziehungen gehen zu Bruch – und dank des Klempnerpfuschs wird auch noch die Wohnung geflutet. Nach Lügen, Ablenkungsmanövern und Manipulationen könnte Michel jetzt eigentlich seine heißgeliebte Platte hören – wenn, ja wenn…

In diesem spritzigen Komödien-Juwel dreht Autor Florian Zeller kräftig an der Chaos-Schraube. Und wenn man denkt, schlimmer könne es für Michel gar nicht kommen, legt Zeller noch einen Zahn zu. Die irrwitzig turbulente, amüsante und mit souveräner Virtuosität geschriebene Katastrophen-Komödie ist wie der Welterfolg „DieWahrheit“ Unterhaltung in bester französischer Tradition.

 

 

Termine

  • Am Samstag, 30.11.2019 um 19:30 Uhr (Aula des Hümmling-Gymnasiums)

Eintrittspreise

Kategorie: Abo Allerhand!

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