Theater

Die Streiche des Scapin

Komödie von Molière

Der Übersetzer und langjährige Leiter der Bad Hersfelder Festspiele Peter Lotschak stellt in seiner Bearbeitung diese Komödie in einen historischen Zusammenhang: Er lässt die Truppe Molières leibhaftig vor unseren Augen, d.h. „Die Streiche des Scapin“ als Theater auf dem Theater auftreten – ein Stück also auch über die Pannen und Anekdötchen der Theaterschaffenden aller Zeiten, ein augenzwinkernder Blick hinter die Kulissen eines fahrenden Theaters und natürlich ein Fest für die Vollblutkomödianten des Neuen Globe Theaters.


Argante und Géronte, zwei reiche gierige Kaufleute aus Neapel, sind auf Geschäftsreise und überlassen ihre beiden Söhne den Dienern zur Aufsicht. Oktave, Sohn des Argante, und Léandre, Sohn des Géronte, knüpfen während der Abwesenheit ihrer Väter Liebesbande. Oktave heiratet heimlich Hyacinte, ein armes Mädchen unbekannter Herkunft, Léandre verliebt sich in die schöne Zerbinette, die unter fahrendem Volk aufgewachsen ist. Die beiden Väter haben jedoch vereinbart, dass der Sohn des einen die Tochter des anderen heiraten sollte. Scapin, Diener des Léandre, soll helfen, Geld zu beschaffen, um Zerbinette vom fahrenden Volk loszukaufen. Gleichzeitig hilft er seinem Kollegen Silvestro, Diener des Oktave, dessen Probleme in den Griff zu bekommen. Mit Hilfe von allerlei Tricks werden die beiden Väter um ihr Geld gebracht. Seine Erfolge verleiten Scapin zu immer neuen schlimmen Streichen…und am Ende erleben alle noch eine Überraschung, mit der selbst das Schlitzohr Scapin nicht gerechnet hat. Die Väter verzeihen ihren Kindern das Ränkespiel und ihnen zuliebe auch dem Schelm Scapin, der es einfädelte und tatkräftig zum guten Ende geführt hat.


„Die Streiche des Scapin“ wurde für Molières Truppe zum Kassenschlager und gehört seither zu den meistgespielten Stücken des französischen Theaters. Molière schrieb es zwei Jahre vor seinem Tod im Stile der Commedia dell’arte. Die damaligen Kritiker verübelten ihm diesen „Rückfall“ in die italienische Manier, das breite Publikum aber hatte Spaß an dem einfallsreichen Verstellungskünstler Scapin und seinem Übermut – und das Sögeler Publikum hoffentlich auch.

 

 

 

Termine

  • Am Samstag, 04.05.2019 um 19:30 Uhr (Aula des Hümmling-Gymnasiums)

Eintrittspreise

Kategorie: Theater

Karte fürPreis
Mitglieder16,00 €
Nichtmitglieder19,00 €
Schüler / Studenten8,00 €