Theater

Das Wintermärchen

Komödiantische Romanze mit Musik von William Shakespeare


Zum ersten Mal gastiert in Sögel die Shakespeare Company Berlin, ein Ensemble, das sich in der Spielweise deutlich von der des uns gut bekannten Neuen Globe Theaters aus Potsdam unterscheidet, indem es auf aufwendige Kostümierung und poetische Effekte setzt. In seinem versöhnlichen Spätwerk variiert Shakespeare gleich mehrere seiner großen Themen: Rivalität und Eifersucht, Tatkraft und Intrige, junge Liebe und späte Erkenntnis zu einer bewegenden Familiengeschichte mit märchenhaftem Ausgang.

Leontes, König von Sizilien, verdächtigt seine schwangere Frau Hermione der Untreue mit seinem Freund Polixenes. Er lässt sie ins Gefängnis werfen und erteilt den Auftrag, den vermeintlichen Ehebrecher zu töten. Im Gefängnis bringt die Königin eine Tochter zur Welt, die Leontes nicht als sein Kind anerkennt und in der Wildnis aussetzen lässt. Das von Leontes lediglich zur Rechtfertigung seines Vorgehens befragte Orakel von Delphi bestätigt jedoch den Ehebruch nicht, sondern verkündet, dass der König ohne Erbe bleiben werde, solange das nicht wiedergefunden worden sei, was er verloren habe. Kurz darauf erhält der König die Nachricht vom Tod seines Sohnes. Hermione bricht zusammen und wird für tot erklärt. Aus seiner verhängnisvollen Selbsttäuschung erwacht Leontes erst, als mit der Nachricht vom Tod seines Sohnes der Orakelspruch eine sichtbare Bestätigung erfährt. Er fasst den Vorsatz, sein Unrecht wiedergutzumachen. Seine Tochter, von Schäfern vor dem Tod gerettet, wächst weit weg von Sizilien heran als Perdita, Tochter des Schäfers. Sie verliebt sich in Polixenes‘ Sohn, der diese nicht standesgemäße Liebe vor dem Vater geheim hält und aus Angst vor Entdeckung mit Perdita nach Sizilien flieht. Am Hof des Königs Leontes klärt sich schließlich alles auf:  Leontes erkennt in dem Mädchen seine verloren geglaubte Tochter, versöhnt sich mit Polixenes und kann schließlich seine Frau, deren Standbild wieder zum Leben erwacht, reumütig in die Arme schließen.

Regie führt der Gründer des Ensembles, Christian Leonhard, vier Schauspieler führen in wechselnden Rollen vor Augen, dass Eifersucht und Machtmissbrauch zeitlose Phänomene sind, die nur durch menschliche Entwicklung aufgelöst werden können. Shakespeares Aktualität erweist sich auch nach vierhundert Jahren als ungebrochen.

Termine

  • Am Samstag, 09.02.2019 um 19:30 Uhr (Aula des Hümmling-Gymnasiums)

Eintrittspreise

Kategorie: Theater

Karte fürPreis
Mitglieder16,00 €
Nichtmitglieder19,00 €
Schüler / Studenten8,00 €