Grußwort

Liebe Konzert- und Theaterbesucher
des Kulturkreises Clemenswerth,


als Mitbegründer des Kulturkreises und früherer langjähriger Vorsitzender freue ich mich sehr über die Gelegenheit zu einem Grußwort an Sie, verehrte Damen und Herren.

Meine Gedanken gehen zurück in die Zeit der Gründung des Kulturkreises vor nunmehr 45 Jahren. Damals herrschte Aufbruchstimmung in Sögel. Das Gymnasium war gerade erst gegründet. Junge Lehrer mit ihren Familien waren nach Sögel gezogen und wollten hier heimisch werden. Viele beklagten das Fehlen von kulturellen Angeboten vor Ort. Fahrten zu abendlichen Theateraufführungen nach Osnabrück und Oldenburg bildeten keine Alternative. Das war ein guter Nährboden für eigene Aktivitäten. So fand sich Anfang der siebziger Jahre eine Gruppe von Lehrern und einheimischen Bürgern zusammen, die sich engagieren wollten. Wir hatten die Idee, einen Verein zu gründen, der kulturelle Veranstaltungen vor Ort organisieren sollte.

Die Entwicklung verlief rasant: Am 27.07.1971 versammelte sich eine große Schar von interessierten Bürgern im Gymnasium, um den Verein zu gründen. Viele wurden schon am ersten Tag Mitglied. Einige sind es bis heute geblieben. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 14.01.1972. Die Raumfrage klärte sich schnell. Anfangs wurde das Schulgebäude des Gymnasiums, der Innenhof und das Schloss Clemenswerth für Veranstaltungen genutzt. Gänzlich neue Möglichkeiten eröffneten sich dann aber für den Kulturkreis 1973 mit dem Bau der Aula in Form eines vollwertigen Theaters mit 500 Plätzen, ansteigenden orangen Sesselreihen, großer Bühne und Orchestergraben.

Im Laufe der Zeit wurden hier mehrere Abonnementsreihen etabliert, die dem Programm Struktur geben und vor allem im Winter der Bevölkerung Raum für Entspannung und kulturellen Genuss bieten sollten. Auch das Foyer des Theaters hat sich etabliert, nicht nur als Durchgangsraum, sondern als Treffpunkt für die Besucher. Hier lernen sich in Gesprächen vor den Veranstaltungen und in den Pausen kulturell interessierte Bürger kennen, die sich sonst nicht begegnen würden. Freundeskreise haben sich gebildet, die auch außerhalb der Veranstaltungen zusammenkommen. Es zeigt sich auch hier wieder: Kultur ist ein Mittel der Verständigung! Auch wenn sich im Laufe der Zeit andere Kulturträger im Ort und in der  näheren Umgebung etabliert haben, kann sich der Kulturkreis rühmen, dem kulturellen Leben in unserer Region mit seiner Gründung ein neues Gesicht gegeben zu haben und bis heute maßgeblich zu prägen. Noch heute gehört er zu den größten Veranstaltern im Kreisgebiet, wobei besonders erwähnenswert ist, dass er noch immer ausschließlich ehrenamtlich aufgestellt ist, während andere längst bezahlte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das ehrenamtliche Engagement ist noch heute das prägende Element der Veranstaltungskultur des Kulturkreises Clemenswerth. Und das ist gut so!

So lassen Sie uns gemeinsam die Veranstaltungen besuchen, die engagierte Vorstandsmitglieder des Kulturkreises für die nächste Saison für uns ausgesucht haben. Seien Sie wie ich mit dem Herzen dabei! Denn das können wir wohl alle unterstreichen: Der Kulturkreis Clemenswerth ist ein Glücksfall für unsere Region!

 

Georg Schmidt
Ehrenmitglied des Kulturkreises Clemenswerth

 

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